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FAQ

Was soll man machen, wenn Bautenschutzmittel in Kontakt mit Glas kommen?

Im Allgemeinen soll ein Kontakt zwischen Protectosil® Produkten und Glasflächen vermieden werden. Unsere Produkte Protectosil® BHN , Protectosil® 40 S und Protectosil® 20 N zeigen gewöhnlich keine Rückstände auf Glas. Die monomeren Silane, die in diesen Produkten enthalten sind, verdunsten von den meisten glatten Oberflächen rückstandsfrei. Dennoch ist vor dem Gebrauch von Protectosil® BHN , Protectosil® 40 S und Protectosil® 20 N die Verträglichkeit der Produkte mit nicht abgedeckten, glatten Oberflächen zu prüfen. Besonders die Produkte Protectosil® WS 405, Protectosil® WS 700 P, Protectosil ANTIGRAFFITI® und Protectosil® 100 NK hinterlassen Rückstände auf Fenstern und sollten sofort nach Kontakt entfernt werden. Wenn ein Silan-Bautenschutzmittel auf Glas geraten sollte, muss es sobald als möglich entfernt werden. Wässrige Produkte wie Protectosil® WS 405, Protectosil® WS 700 P und Protectosil ANTIGRAFFITI® können normalerweise mit einem handelsüblichen Glasreiniger entfernt werden, insbesondere dann, wenn dies schnell nach dem Kontakt geschieht.

 

Silane reagieren mit Wasser. Die chemische Reaktion mit Wasser, oder Hydrolyse, ist verantwortlich für die Bindung der Bautenschutzmittel auf dem Untergrund. Normalerweise reicht der Wassergehalt eines mineralischen Baustoffes für diese Reaktion aus und ermöglicht so das tiefe Eindringen von Protectosil® Produkten. Wenn die Hydrolyse zu früh stattfindet, polymerisiert das monomere Silan und die Eindringstiefe wird verringert. Um frühzeitige Hydrolyse von silan-basierten Bautenschutzmitteln zu verhindern, sollen Protectosil® Produkte in den ursprünglichen, gut verschlossenen Lieferbehältern an einem trockenen Ort gelagert werden. Die Geräte müssen sauber und trocken sein. Silan-basierte Bautenschutzmittel sollen nie auf eine optisch feuchte Oberfläche aufgetragen werden. Zwischen der Reinigung der Oberfläche und der Auftragung von Protectosil® Produkten sollten zwischen 48 und 72 Stunden vergangen sein.

Unsere wasserbasierten Produkte Protectosil® WS 405, Protectosil® WS 700 P und Protectosil® MH 50 sind Emulsionen, die in jedem Verhältnis mit Wasser verdünnnt werden können. Der Wirkstoff ist durch Schutzkolloide gegen Hydrolyse geschützt. Erst bei Kontakt mit dem porösen Baustoff wird der Wirkstoff freigesetzt und kann mit dem im Baustoff vorhandenen Wasser reagieren. Bei der Verdünnung von Protectosil® WS 700 P geht der pastöse Charakter verloren.

 

Ja und nein. Bei der Antwort kommt es auf das jeweils verwendete Bautenschutzmittel und auf die Farbformulierung an.

Mit Ausnahme von Protectosil® 100 NK, Protectosil® SC CONCENTRATE, Protectosil ANTIGRAFFITI® PRIMER, Protectosil® ANTIGRAFFITI SP und Protectosil ANTIGRAFFITI® sind alle silan-basierten Bautenschutzmittelprodukte von Evonik Resource Efficiency mit den meisten Harzen in üblichen Acryl-, Epoxid- oder anderen Farben kompatibel. Ein wichtigeres Kriterium ist das in der Farbe verwendete Lösungsmittel, besonders dessen Benetzungsfähigkeit. Farben auf Lösungsmittelbasis (z.B. Alkohol, Keton, Toluol, Benzinkohlenwasserstoffe oder andere Lösungsmittel) verteilen sich meistens gut über silan-behandelten Oberflächen. Wasserbasierende Formulierungen sind etwas schwieriger, weil die Benetzung von der Art des verwendeten Tensids abhängt. Wegen der großen Unterschiede zwischen den im Einzelfall vorliegenden Anstrichmitteln, Untergründen und Umwelteinflüssen, empfehlen wir eine kleine Fläche von dem mit dem Bautenschutzmittel behandelten Untergrund als Probe anzustreichen und auf Verträglichkeit zu prüfen.

 

Durch direkte Einwirkungen können sich durch Austrocknung lokal Flecken auf den Blättern bilden. Wir empfehlen deshalb, während der Anwendung die umliegenden Pflanzen mit Plastikfolien zu schützen.

 

Die Imprägnierung ist noch wirksam, auch wenn an der Oberfläche der Abperleffekt verschwunden ist.

Protectosil® Bautenschutzmittel sind Imprägniermittel. Sie bleiben nicht einfach auf der Oberfläche, sondern dringen tief in den Untergrund ein (Ausnahmen sind Protectosil ANTIGRAFFITI®, Protectosil® SC CONCENTRATE, Protectosil® SP und Protectosil® ANTIGRAFFITI PRIMER). Der sich nach Anwendung von Bautenschutzmitteln vielfach entwickelnde, deutliche Abperleffekt an der Oberfläche kann durch UV-Belastung in ungünstigen Fällen schon in wenigen Monaten abgebaut werden. Diesen Effekt zeigen alle silan-siloxan- oder silicon-basierten Bautenschutzmittel. Da Protectosil® Bautenschutzmittel aber tief in den Untergrund eindringen, sind sie im Gegensatz zu vielen siliconharzbasierten Produkten, die nur an der Oberfläche wirksam sind, gegen UV-Abbau sicher geschützt. Die Imprägnierung ist also noch wirksam, auch wenn an der Oberfläche der Abperleffekt verschwunden ist.

 

Das Produkt wird zunächst fein vernebelt (am besten mit der Niederdrucksprühtechnik, HVLP) aufgesprüht. Der Produktverbrauch sollte etwa bei 60-100 g/m2 liegen, die Oberfläche zeigt einen durchgehenden Feuchtigkeitsfilm. Nach dem Abtrocknen der ersten Schicht wird das Produkt wiederum fein vernebelt mit derselben Technik aufgesprüht. Es bildet sich ein Flüssigkeitstropfenbeschlag auf der Oberfläche. Auf manchen Substraten empfiehlt sich die Verteilung des Produktes mit Hilfe eines großen Pinsels oder eines Quastes. Es ist dabei auf eine gleichmäßige Verteilung (einheitliche Benetzung der Oberfläche) zu achten. Nach dem vollständigen Abtrocknen der vorangegangenen Schicht kann die nächste Schicht aufgetragen werden. Die Zeiträume, die bei der Trocknung eingehalten werden sollen, liegen je nach Witterung zwischen 30 Minuten und 2 Stunden. Insgesamt sind meist 3 Schichten für einen permanenten Graffitischutz ausreichend. Nähere Informationen erhalten Sie in unseren Broschüren, Produktinformationen und Technischen Informationen.

 

Gewöhnlicher Schmutz kann mit einem Druckreiniger mit oder ohne Reinigungsmittel entfernt werden. Schimmel kann mit einer Lösung von Natriumhypochlorit oder anderen, handelsüblichen Schimmelentfernern und einem Druckreiniger behandelt werden. Ausblühungen und mineralische Rückstände sollten mit einem für diesen Zweck speziell entwickelten chemischen Reiniger entfernt werden. In jedem Fall sind die Verarbeitungshinweise der Hersteller sorgfältig zu beachten, besonders bei der Neutralisation und dem Abwaschen der Oberfläche.

Zwischen der Reinigung der Oberfläche und der Auftragung von Protectosil® Produkten sollten zwischen 48 und 72 Stunden liegen.

 

Eine mit Protectosil ANTIGRAFFITI® behandelte Fläche kann idealerweise mit Graffitientferner Protectosil® PROFICLEAN GEL leicht gereinigt werden. Je nach Substrat empfiehlt sich der Gebrauch eines Hochdruckreinigers. Nähere Informationen erhalten sie in unseren Broschüren, Produktinformationen und Technischen Informationen. Der Schutz von Protectosil ANTIGRAFFITI® bleibt auch nach mehreren Reinigungszyklen bestehen.

 

Für frischen Beton und Mauerwerk empfehlen wir eine Abbindezeit von 28 Tagen vor der Behandlung mit Bautenschutzmitteln.